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Die letzte Runde GlamDog

vor 3 Tagen
4 Min. Lesezeit

Warum Glam Dog bei Pfotenfaktor Abschied nimmt


Es gibt Dinge, an denen kann man sich eigentlich nicht sattsehen.

Sonnenuntergänge. Hunde. Gute Fotos.

Und Glitzer.


Okay. An Glitzer kann man sich offenbar doch sattsehen.

Zumindest ein kleines bisschen. 😄

Nach vielen Jahren, unzähligen glitzernden Hunden und vermutlich mehreren Kilo Glitzer, die sich inzwischen irgendwo in den tiefsten Ritzen meines Studios befinden, heißt es bei Pfotenfaktor:


GlamDog geht in die letzte Runde.



Und bevor der letzte Glitzer verteilt ist, möchte ich euch ein bisschen erzählen, wie das Ganze überhaupt angefangen hat – und warum jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, damit aufzuhören.


Blue, BorderCollie Mix beim GlamDog Shooting
Mit diesem Bild von meiner Hündin Blue fing 2020 alles an!

Aber müsste das nicht auch mit Hunden gehen?


Die ursprüngliche Idee für meine Glitzershootings kam tatsächlich aus der Pferdefotografie.

Ich kannte Bilder, bei denen Pferde mit Blattgold in Szene gesetzt wurden, und fand diesen Look einfach wahnsinnig schön. Irgendwann kam dann natürlich der Gedanke:


Das müsste doch auch mit Hunden funktionieren?!


Also wurde ausprobiert.

Zunächst tatsächlich mit Blattgold.

Und na ja …

Zum einen ist das Zeug nicht gerade günstig. Zum anderen stellte ich ziemlich schnell fest: So richtig gefiel mir das Ganze am Hund überhaupt nicht.


Aber die grundsätzliche Idee wollte ich noch nicht aufgeben.

Also musste eine Alternative her.


Glitzer! ✨



Mein eigener Hund durfte – wie so oft bei meinen Ideen – als Versuchskaninchen herhalten und dann begann das große Ausprobieren.

Verschiedene Sorten, verschiedene Hersteller, unterschiedliche Varianten.

Bis ich irgendwann genau den Glitzer gefunden hatte, bei dem ich dachte:

Jep. Das ist er.

Und damit waren die Glam-Dog-Shootings bei Pfotenfaktor geboren.



Nacho, Podenco, beim GlamDog Shooting
Der süße Nacho war damals mein erstes Testmodel für meine GlamDogs


Kein GlamDog gibt es zweimal

Und genau das liebe ich bis heute daran.


Natürlich ist jeder Hund anders. Aber selbst wenn ich denselben Hund zweimal fotografieren würde, könnte ich das Ergebnis nicht einfach wiederholen.

Denn Glitzer macht irgendwie, was Glitzer will.


Man kann versuchen, ihn genauso aufzutragen. Man kann sich wirklich Mühe geben. Man kann eine ziemlich genaue Vorstellung davon haben, wie das Ganze am Ende aussehen soll.

Und trotzdem verteilt er sich jedes Mal ein bisschen anders.


Genau dadurch ist jedes einzelne Glam-Dog-Bild ein Unikat.

Mal ein bisschen wilder, mal feiner, mal sitzt irgendwo genau dieses eine Glitzerteilchen, das da eigentlich überhaupt nicht hin sollte – und auf dem fertigen Bild trotzdem perfekt aussieht.


Und außerdem:

Was sieht mit Glitzer bitte nicht besser aus?

Ich liebe Glitzer. Daran hat sich bis heute nichts geändert.





Das Problem mit Glitzer ist allerdings … Glitzer.


Wer schon einmal mit Glitzer gearbeitet hat, weiß vermutlich ganz genau, was jetzt kommt.

Das. Zeug. Ist. ÜBERALL.


Und wenn ich überall sage, meine ich wirklich überall.

Auf dem Boden.

Auf den Hintergründen.

Im Shootingbereich.

An den Sachen.

Am Hund.

An mir.


Wahrscheinlich befindet sich irgendwo in meinem Studio Glitzer von einem Shooting, das Jahre zurückliegt.


Ich habe wirklich versucht, dem Herr zu werden.

Und ja – selbst verschiedene Staubsaugermodelle durften sich dieser Herausforderung bereits stellen.


Meine Erkenntnis nach all den Jahren:

Glitzer gewinnt. Immer.


Ganz verschwinden wird er einfach nie.

Und so schön er auf meinen Bildern aussieht, ist genau das inzwischen auch einer der Gründe, weshalb ich mich von den Glam-Dog-Shootings verabschieden möchte.

Denn was sich so hartnäckig in meinem Studio hält, verschwindet natürlich auch außerhalb davon nicht einfach.


Auch der Umwelt zuliebe möchte ich deshalb zukünftig darauf verzichten, immer wieder neuen Glitzer für Shootings einzukaufen.



Chitto, Deutscher Schäferhund Akita Mischling beim GlamDog Shooting
Mein Lieblingsmotiv bei GlamDogs sind die Close Ups


Und dann ist da noch ein anderer Grund …

Ich habe mich sattgesehen.

Da. Ich hab's gesagt.


Nicht an den Hunden. Nicht an der Studiofotografie.


An Glam Dog.


Ich schaue mir die Bilder aus den vergangenen Jahren immer noch unglaublich gerne an. Ich liebe viele der Ergebnisse und verbinde mit den Shootings jede Menge Erinnerungen.

Ich bereue auch absolut nicht, dass Glam Dog so lange ein Teil von Pfotenfaktor war.


Aber irgendwann merkt man eben:

Das war schön.

Das hat zu mir gehört.

Und jetzt darf auch wieder Platz für etwas anderes sein.


Meine Fotografie verändert sich. Pfotenfaktor verändert sich. Und auch mein eigener Geschmack entwickelt sich immer weiter.


Deshalb möchte ich Glam Dog nicht so lange weitermachen, bis ich irgendwann gar keine Lust mehr darauf habe.


Ich möchte lieber aufhören und sagen können:

Das war eine verdammt glitzernde Zeit.





Ein allerletztes Mal Glam Dog

Ein bisschen Glitzer wartet allerdings noch in meinem Studio.

Und wegwerfen?

Neeee.


Wenn er schon da ist, darf er gefälligst noch einmal das tun, wofür ich ihn gekauft habe:

Hunde zum Glitzern bringen.


Deshalb gibt es noch eine allerletzte Runde meiner Glam-Dog-Shootings.

Der vorhandene Glitzer wird aufgebraucht und danach ist Schluss.


Kein Nachkaufen. Keine heimliche „Okay, ein allerallerletztes Mal“-Runde.

Wenn leer, dann leer.

Und damit endet nach vielen Jahren tatsächlich ein kleines Kapitel von Pfotenfaktor.



Dobby, Dobermann, beim GlamDog Shooting
In Kombination mit den Spiegelbildern ist GlamDog noch viel glitzeriger!


Was kommt danach?


Tatsächlich gibt es darauf gerade keine spektakuläre Antwort.

Glam Dog wird nicht durch „Glam Dog 2.0“ oder ein anderes festes Shootingformat ersetzt.

Und irgendwie finde ich das auch ganz schön.


Ideen gibt es natürlich. Wann gibt es die bei mir mal nicht? 😄


Aber Pfotenfaktor wird sich im kommenden Jahr ohnehin ein Stück verändern. Deshalb muss nicht jede Sache, die geht, sofort durch etwas Neues ersetzt werden.


Vielleicht entsteht irgendwann eine Idee, bei der ich wieder denke:

„Moment mal … müsste das nicht auch mit Hunden funktionieren?“

Und wer weiß, was daraus dann wieder wird.



Behind the Scene von Pfotenfaktor beim Studioshooting


Studiofotografie bleibt. Nur ohne Glitzer.

Denn auch wenn Glam Dog geht, bleibt natürlich etwas, das einen ziemlich großen Teil von Pfotenfaktor ausmacht:


meine Art der Studiofotografie.


Und genau dazu ist gerade etwas Neues in Planung.

Mit meinem „How to Studiofotografie like Pfotenfaktor“ möchte ich euch zukünftig mit hinter die Kulissen nehmen und zeigen, wie meine Studioaufnahmen entstehen – von meiner Herangehensweise beim Fotografieren bis zu den Dingen, die für mich den typischen Pfotenfaktor-Look ausmachen.


Dazu wird es bald mehr geben.

Bis dahin darf es aber erst einmal noch ein letztes Mal funkeln.

Ein letztes Mal Glitzer verteilen.

Ein letztes Mal feststellen, dass er wirklich ÜBERALL ist.

Und wahrscheinlich noch in drei Jahren irgendwo einen Glitzerpartikel im Studio finden und denken:

Ach ja. Glam Dog.

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