Warum ein Fotoshooting mehr kostet als gedacht
- Samira

- 2. Juli
- 3 Min. Lesezeit
Viele sehen ein Fotoshooting.
Zwei Stunden mit der Kamera. Ein Spaziergang. Ein paar schöne Momente.
Und am Ende entstehen Bilder, die bleiben.
Was dabei oft unsichtbar bleibt: Ein Shooting beginnt nicht erst im Moment, in dem ich die Kamera in die Hand nehme. Und es endet auch nicht, wenn wir uns verabschieden.
Ich möchte dir heute einmal zeigen, was wirklich hinter einem Fotoshooting steckt.
Es beginnt lange vor dem Shooting
Bevor wir uns überhaupt treffen, passiert bereits einiges im Hintergrund.
Ich suche passende Orte, prüfe Lichtverhältnisse und Umgebung und kläre – wenn nötig – Genehmigungen.
Manchmal fahre ich vorab zu einer Location, um sie zu testen. Passt sie für Hunde? Gibt es Ablenkungen? Wie ist das Licht zur geplanten Uhrzeit?
Allein dieser Teil umfasst schnell mehrere Stunden.
Dazu kommen Vorbereitung und Organisation: Angebot erstellen, Kommunikation, Planung, Social Media, Equipment checken und alles so packen, dass am Shootingtag nichts fehlt.

Der Shootingtag selbst
Dann kommt unser gemeinsamer Termin.
Ein Fotoshooting dauert in der Regel ein bis zwei Stunden.
Dazu kommt die Anfahrt.
In dieser Zeit begleite ich euch, achte auf Situationen, Licht, Bewegungen und darauf, dass ihr euch wohlfühlt. Es geht nicht darum, „möglichst viele Bilder“ zu machen, sondern die echten Momente zwischen euch und eurem Hund einzufangen.
Die Arbeit danach sieht man nicht
Wenn wir uns verabschiedet haben, beginnt ein weiterer großer Teil der Arbeit.
Zuerst werden die Bilder gesichtet und vorsortiert.
Danach treffen wir gemeinsam eine Auswahl – oft mehrere Stunden, in denen wir genau schauen, welche Bilder euch wirklich berühren und eure Geschichte erzählen.
Und dann folgt der zeitintensivste Teil: die Bildbearbeitung.
Für etwa 10 ausgewählte Bilder plane ich durchschnittlich rund 5 Stunden ein. Pro Bild etwa eine halbe Stunde – manchmal mehr, wenn Details oder Licht aufwendiger sind.

Wie viel Zeit wirklich in einem Shooting steckt
Wenn ich alles zusammenrechne, komme ich auf etwa:
Location-Suche & Genehmigungen: ca. 1 Stunde
Probeshooting / Location-Check inkl. Fahrt: ca. 2–3 Stunden
Vorbereitung & Organisation: ca. 1 Stunde
Shooting inkl. Anfahrt: ca. 2–3 Stunden
Bildsichtung: ca. 1 Stunde
Gemeinsame Bildauswahl: ca. 3 Stunden
Bildbearbeitung: ca. 5 Stunden
👉 Insgesamt: rund 16 Stunden Arbeit für ein einziges Shooting.
Eine einfache Rechnung macht es sichtbar
Wenn man diese Zeit ganz nüchtern mit dem gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 € pro Stunde berechnet, ergibt das:
16 Stunden × 13,90 € = 222,40 €
Und das ist nur die reine Arbeitszeit.
Noch nicht enthalten sind: Kamera, Objektive, Computer, Software, Speicher, Auto, Kraftstoff, Versicherungen, Steuern, Strom, Internet, Fortbildungen oder Rücklagen für neues Equipment.

Was das wirklich bedeutet
Als ich diese Rechnung zum ersten Mal so gesehen habe, hat sie mich selbst kurz innehalten lassen.
Denn sie zeigt etwas sehr Klareres als jede Preisliste:
Meine Grundgebühr deckt nicht einmal meine reine Arbeitszeit.
Trotzdem habe ich mich bewusst dafür entschieden, meine Preise so zu gestalten, dass sie für möglichst viele Menschen noch zugänglich bleiben.
Denn mir geht es nicht darum, dass ein Fotoshooting ein Luxus sein muss. Mir geht es darum, dass Erinnerungen mit eurem Hund möglich bleiben.
Ein ehrlicher Blick hinter den Preis
Dieser Spagat ist nicht immer einfach.
Zwischen dem, was ein Shooting tatsächlich an Zeit, Erfahrung und Aufwand bedeutet – und dem, was für Kundinnen und Kunden realistisch und fair bleibt.
Genau deshalb ist mir Transparenz wichtig.
Nicht als Rechtfertigung.
Sondern als Einladung, zu verstehen, was hinter einem Fotoshooting wirklich steckt.
Denn am Ende bezahlt ihr nicht nur für ein paar Stunden mit der Kamera.
Ihr investiert in Zeit, Erfahrung, Vorbereitung, Feingefühl – und in Erinnerungen, die bleiben.



























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